Güterplandampf & Überführung Gerolstein - Bochum-Dahlhausen 27.08.2009

Wie schon im Vorjahr sollte 52 6106 auch 2009 zu einem Gastspiel im Ruhrgebiet verweilen, um die noch nicht fertiggestellte 38 2267 des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen zu vertreten. So war direkt nach dem letzten Sommerdampftag auf der Eifelquerbahn, für den 27.08. die Überführung von Gerolstein nach Bochum-Dahlhausen angesetzt. Dabei bot es sich an, auf dem Abschnitt bis Euskirchen einen planmäßigen Güterzug zu übernehmen, der sonst mit beiden V 100 der Vulkan-Eifel-Bahn hätte bespannt werden müssen. Bei diesem Zug handelte es sich um einen aus nicht weniger als 10 Containertragwagen bestehenden Holzhackschnitzelzug mit einem Gesamtgewicht von rund 700 t! Am späten Nachmittag setzte sich die Lok mit dem Personalbegleitwagen im Güterbahnhof an den Zug. Nach Erledigung der Formalitäten, ging es schließlich bei hochsommerlichen Temperaturen los. Auf der ersten Etappe bis Jünkerath, lief der Zug durch das relativ ebene Kylltal erstaunlich gut. In Jünkerath musste auf das Gegengleis gewechselt werden, da die hohen Container auf dem Regelgleis nicht durch den kurzen Tunnel in Glaadt passen. Mit mächtig Krawall wurde nun die Schmidtheimer Südrampe, mit einer maximalen Neigung von 1:54, in Angriff genommen. Mit jedem Meter wurde der Zug langsamer und die 52 entsprechend lauter. Knapp einen Kilometer vor dem Scheitelpunkt in Schmidtheim kam die Lok kurz hintereinander zweimal ins Schleudern und mit 9 km/h wurde schließlich der Brechpunkt erreicht. Ohne Anstrenung rollte der Zug anschließend nach Blankenheim (Wald) hinab, wo eine Kreuzung und Überholung abgewartet werden musste. Anschließend ging es über Nettersheim und Urft weiter nach Kall, wo als zweite Hürde die kurze aber knackige Rampe zum Kaller Tunnel, mit Anlauf angegangen werden konnte. Bis Euskirchen rollte der Zug dann im stetigen Gefälle fast von alleine. Dort angekommen, wurde in der Nähe des alten Lokschuppens Wasser genommen und die Lager der Lok kontrolliert. Einen der anspruchsvollsten Einsätze nach ihrem Ausscheiden aus dem Plandienst, hatte 52 6106 zur vollsten Zufriedenheit gemeistert - "einmalig", dass stand für alle Beteiligten fest! Besonders hervorzuheben war die Verdampfungsfreudigkeit des Kessels während der Bergfahrt. Mit frischen Vorräten wurde die restliche Überführung in Angriff genommen, diese führte Lok und Begleitwagen über Köln, Dormagen, Krefeld und Duisburg schließlich nach Bochum-Dahlhausen. Im Eisenbahnmuseum angekommen, wurde die Lok restauriert und abgerüstet. So endete am späten Abend ein anstrengender, aber umso eindrucksvollerer Einsatz der 52 6106.

Blick auf die "lange Leine" am Zughaken der 52 6106, aufgenommen im Rosenthal bei Nettersheim - Foto: Martin Hostert
Blick auf die "lange Leine" am Zughaken der 52 6106, aufgenommen im Rosenthal bei Nettersheim - Foto: Martin Hostert

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