Güterplandampf Ulmen - Gerolstein 25.06.2010

Das Jahr 2010 steht für die Vulkan-Eifel-Bahn ganz im Zeichen der umfangreichen Güterverkehre mit Sturmholz aus der Region, welches auf privaten Ganzzügen und über das Einzelwagennetzwerk der DB zur Weiterverarbeitung abtransportiert wird. Am 25.06. waren derart umfangreiche Leistungen im Holzverkehr zu erbringen, dass kurzfristig der Einsatz aller verfügbaren Streckenlokomotiven der Vulkan-Eifel-Bahn nötig war, um das Tagespensum bewältigen zu können. Neben Einzelwagenverkehr in Kooperation mit DB Schenker Rail, galt es auch den 22 Wagen starken Egger-Shuttle der Salzburger EisenbahnTransportLogistik (SETG) nach Ulmen zur Beladung zu bringen und noch am gleichen Tag wieder in Gerolstein zur Rückfahrt nach Brilon bereitzustellen. Der Zug erreichte Gerolstein in der Nacht auf den 25.06. und sollte in der darauf folgenden Nacht bereits wieder retour in Richtung Brilon im Sauerland gehen. So bekam 52 6106 ein weiteres Mal die Gelgenheit ihre Leistung vor planmäßigen Güterzügen unter Beweis zu stellen. Am Vortag wurde die Lok für den Einsatz vorbereitet und angeheizt. Zuvor mussten einige Roststäbe gestauscht und eine Undichtigkeit an einer Strahlpumpe behoben werden. Am nächsten Morgen herrschte schon früh geschäftiges Treiben im Betriebswerk. Als erstes machten sich beide V 100 und die V 60 mit 11 Wagen des Egger-Shuttles auf den Weg nach Ulmen. Während die V 60 dort den Tag über Rangieraufgaben erledigen sollte, fuhren die beiden V 100 mit fünf beladenen Holzwagen zurück nach Gerolstein. Unterdessen machte sich auch die Dampfmannschaft mit der 52 bereit, um die anderen 11 Wagen des Egger-Shuttles nach Ulmen zu bringen. Dazu wurde der Wagenpark zunächst aus dem Betriebswerk in den Güterbahnhof rangiert. Die gerade aus Ulmen zurückgekehrten Dieselloks setzten sich sogleich an den Zugschluss, während 52 6106 Tender voraus die Zugspitze einnahm. Am späten Vormittag machte sich die imposante Fuhre dann auf  in Richtung Daun, wobei der Leerwagenpark für die drei Maschinen keine Herausforderung darstellte. In Daun kuppelten beide V 100 ab und übernahmen einen beladenen Holzzug von dort zurück nach Gerolstein. Für 52 6106 ging es unterdessen ohne weitere Unterstützung die Steigung hinauf nach Darscheid und weiter bis Ulmen. Dort angekommen wurden die Wagen zunächst für die Beladung passend rangiert und anschließend Wasser gefasst. Mittlerweile waren bereits fünf Wagen fertig beladen und von der V 60 zurecht rangiert worden, sodass gegen 13:30 Uhr die erste Rückleistung nach Gerolstein übernommen werden konnte. Mit rund 400 t Zuglast setzte sich 52 6106 in Bewegung und musste zwischen Berenbach und Utzerath sogleich die erste kurze Steigung überwinden. Richtig interessant wurde es dann im zweiten Steigungsabschnitt zwischen Rengen und Dockweiler. Mit Anlauf und mächtigen Auspuffschlägen ging es in die 1:40 Rampe, denn hier bedeuteten die fünf Wagen Grenzlast. Im Waldabschnitt vor Dockweiler kam die 52 dann einige Male ins Schleudern, sodass Dockweiler nur mit Schrittgeschwindigkeit erreicht wurde. Nach einem kurzen Halt zum Dampf kochen und einschalten der BÜ-Sicherungsanlage, ging es weiter nach Gerolstein. Dort angekommen, wurden zunächst die Wagen abgestellt und die Lok anschließend im Bw restauriert. Als Triebfahrzeugleerfahrt ging es dann gegen 15:30 Uhr für die nächste Leistung zurück nach Ulmen, wo bereits wieder einige beladene Wagen bereit standen. Gegen 17:45 Uhr machte sich die 52 dann mit der zweiten, ebenfalls aus fünf Wagen gebildeten Leistung, auf den Weg nach Gerolstein. Dieses Mal blieb die Fuhre im Wald vor Dockweiler liegen, konnte aber mit viel Gefühl des Personals wieder in Gang gebracht werden und erreichte Gerolstein gegen 19:30 Uhr. Beim Abschlussdienst zeigte sich dann der Unterschied zwischen einer Planleistung und normalem Sonderzugdienst. Der Aschkasten war bis obenhin voll, das Feuer teilweise verschlackt und die Lösche lag bis Höhe Nummernschild in der Rauchkammer. Dennoch, bis auf einige Widrigkeiten, ein weiterer erfolgreicher Tag in der Plandampfkarriere von 52 6106. 

Geschafft! 52 6106 hat mit dem ersten Zug den Scheitelpunkt in Dockweiler erreicht - Foto: Georg Lochner
Geschafft! 52 6106 hat mit dem ersten Zug den Scheitelpunkt in Dockweiler erreicht - Foto: Georg Lochner

Weitere Bilder des Güterplandampf-Einsatzes sind in der Galerie hinterlegt.

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