Pendelfahrten Osnabrück - Mettingen 24.05.2010

An Pfingstmontag war der zweite Einsatz für 52 6106 von Lengerich aus angesetzt. Als am Sonntagmittag das Heizer- und Werkstattpersonal für die Fahrtvorbereitungen eintraf, stand die Lok bereits vor dem Schuppen und war von den Lengericher Kollegen schon angeheizt worden. Während über den Feuerlöschstutzen der 52 der Kessel von 78 468 mit heißem Wasser ausgewaschen wurde, konnte sich das Gerolsteiner Personal auf die Fehlersuche an der Lokelektrik machen, da am letzten Einsatztag kein Ladestrom für die Batterien vorhanden war. Hier war es wiederum von Vorteil, dass die Lok bereits unter Dampf stand und so auch die Lichtmaschine in Betrieb gesetzt werden konnte. Nach Beendigung der Arbeiten ging es mit der fertig hochgeheizten Lok zum Feldbahnclub Lengerich direkt am Bahnhof, wo die 52 als zusätzliche Attraktion diente. Zurück im Betriebswerk wurde als nächstes auf der Grube im Schuppen abgeschmiert, danach der Aschkasten geleert, Kohlen nachgeladen und die Maschine schließlich mit Ruhefeuer vor dem Schuppen abgestellt. Am nächsten Morgen gegen 5 Uhr begannen dann die weiteren Vorbereitungen. Zunächst wurde das Ruhefeuer lang gezogen, der Kessel auf Betriebsdruck gebracht und anschließend Wasser gefasst. Nachdem die Wagengarnitur zurecht rangiert war, konnte schließlich gegen 8 Uhr die Überführung des Zuges nach Osnabrück Hbf beginnen. Von dort aus pendelte 52 6106, mit dem aus neun Wagen gebildeten Zug, über den Tag bei sonningem Frühlingswetter dreimal auf der Tecklenburger Nordbahn nach Mettingen (Westf.). Die rund 21 km lange Nebenbahn bedeutete für Lok und Mannschaft einen ruhigen Dienst, führt diese, mit Ausnahme einiger kleiner Hügel, doch fast ausschließlich durch flaches Land. Besondere Beachtung benötigten jedoch die vielen Bahnüberwege entlang der auch als "Pingel-Anton" bezeichneten Strecke. Nach der ersten Pendelfahrt wurde die Lok in Osnabrück gedreht, sodass die beiden folgenden Fahrten Kessel voraus in Richtung Osnabrück gefahren wurden. Eigentlicher Hintergrund war aber die Lok, ohne zusätzliche Drehfahrt, schon vorwärts für die Rücküberführung nach Gerolstein in einigen Wochen, stehen zu haben. Nach Rückkunft des letzten Zuges in Osnabrück, ging es als Überführungsfahrt sogleich weiter nach Lengerich, wo nach dem Abschlussdienst bereits gegen 21 Uhr der Feierabend eingeläutet werden konnte.

Am Morgen steht der Zug auf dem Betriebsgelände in Lengerich abfahrbereit für die Überführung nach Osnabrück - Foto: Mathias Rothmann
Am Morgen steht der Zug auf dem Betriebsgelände in Lengerich abfahrbereit für die Überführung nach Osnabrück - Foto: Mathias Rothmann

In der Galerie sind weitere Bilder der Pendelfahrten auf der Tecklenburger Nordbahn hinterlegt.

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